Welt-Aids-Tag 2011: Frauen in den Fokus rücken

Die jüngst veröffentlichten Zahlen von UNAIDS zeigen weltweit Fortschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids. Anlässlich des Welt-Aids-Tags weist die Stiftung Weltbevölkerung darauf hin, dass trotz der Erfolge noch immer viel zu tun bleibt – vor allem in der Prävention: Weltweit infizieren sich noch immer jährlich 2,7 Millionen Menschen mit HIV – sieben von zehn Neuinfizierten leben in Afrika südlich der Sahara

Die jüngst veröffentlichten Zahlen von UNAIDS zeigen weltweit Fortschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids. So sind weltweit sowohl die Todesfälle im Zusammenhang mit Aids als auch die Neuinfektionen zurückgegangen (mehr >). Anlässlich des Welt-Aids-Tags weist die Stiftung Weltbevölkerung darauf hin, dass trotz der Erfolge noch immer viel zu tun bleibt – vor allem in der Prävention: Weltweit infizieren sich noch immer jährlich 2,7 Millionen Menschen mit HIV – sieben von zehn Neuinfizierten leben in Afrika südlich der Sahara.

Frauen sind besonders betroffen

Mit einem Anteil von fast 60 Prozent an den Infizierten sind Frauen in dieser Region bei den HIV-Infizierten stark überrepräsentiert. Nicht nur aus biologischen, sondern auch aus soziokulturellen Gründen tragen sie ein größeres Infektionsrisiko. In einigen Gegenden Afrikas südlich der Sahara ist die Gefahr einer Ansteckung für junge Frauen (15-44 Jahre) drei- bis achtmal höher als bei gleichaltrigen Männern. Viele Neuinfektionen treffen verheiratete Frauen oder Frauen in festen Partnerschaften. So sind in Kenia mehr verheiratete und verwitwete Frauen mit HIV infiziert als unverheiratete Frauen.

Investitionen in Mikrobizide und Impfstoffe notwendig

Da viele Frauen aufgrund ihrer gesellschaftlich geringen Stellung die Verwendung von Kondomen oft nicht durchsetzen können, brauchen sie Präventionsmethoden, die sie unabhängig von der Zustimmung des Mannes anwenden können – zum Beispiel Mikrobizide. Forscher arbeiten derzeit daran, sichere und effektive Mikrobizide zu entwickeln. Diese sollen die Übertragung des HI-Virus auf Frauen während des Geschlechtsverkehrs mit einem infizierten Mann verhindern.
Auch Aids-Impfstoffe, selbst mit partieller Wirksamkeit, sind ein zentrales Instrument im Kampf gegen Aids. Deshalb setzt sich die Stiftung Weltbevölkerung dafür ein, dass verstärkt in die Erforschung und Entwicklung von Aids-Präventionsmethoden investiert wird.
 Mikrobizide und Impfstoffe würden die Lücke in den bereits existierenden Präventionsmethoden schließen und damit eine gute Option zur Eindämmung der Epidemie bieten.

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