Nahrungsmittelkrise: Familienplanung kann Leid lindern

02. Juni 2008, 13:13

Die weltweite Nahrungsmittelkrise ist vor allem ein Problem der Verteilung. Denn gerade in den armen Ländern haben die Menschen kaum Zugang zu Nahrung und zu lebenswichtigen Ressourcen. Besonders betroffen ist Afrika. Doch gerade hier wird die Bevölkerung in Zukunft weiter wachsen - von jetzt knapp 950 Millionen Menschen auf 1,9 Milliarden bis zur Mitte des Jahrhunderts. Das sind rund eine Milliarde Menschen mehr, die versorgt werden wollen. Das rasante Wachstum der Bevölkerung geht zu einem großen Teil auf ungewollte Schwangerschaften zurück. Der Grund: Vielen Menschen fehlt das Wissen über oder der Zugang zu Verhütungsmitteln. Wenn wir die Ernährungskrise in den Griff bekommen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass ungewollte Schwangerschaften vermieden werden.

Dazu ist Familienplanung dringend erforderlich. Nach wie vor gibt es in Entwicklungsländern 200 Millionen Frauen, denen keine modernen Verhütungsmittel zur Verfügung stehen, obwohl sie welche verwenden wollen. Um diese Verhütungsmittel verfügbar zu machen, wären gerade einmal 3,9 Milliarden Dollar jährlich nötig. Wenn alle Frauen, die freiwillig die Zahl ihrer Kinder beschränken wollen, die Chance dazu hätten, könnte sich das Bevölkerungswachstum um ein Fünftel verringern.

Von: Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW

Der letzte Tag

23. Februar 2008, 12:29

Auf den letzten Tag waren wir alle gespannt. Vor allem die Männer in der Gruppe. Viel ist in den letzten Tagen von gender issues gesprochen worden und wie dies mit Familienplanung und dem Kampf gegen Aids zusammen hängt. Es geht darum, Geschlechterrollen zu beleuchten und bewusst zu machen, dass Familienplanung und ein HIV-Test nicht nur etwas für Frauen und Schwächlinge ist. Heiß diskutiert wird das Selbstverständnis des Mannes in der modernen Gesellschaft im allgemeinen und in Afrika im besonderen. Nun besuchen wir ein Jugendzentrum in Mererani in der an Arusha angrenzenden Region Manyara, einer sehr armen, kargen Gegend, in dem die Menschen vor allem von dem Abbau des nur in Tansania vorkommenden Tanzanit leben. Die Aufklärungsarbeit, die die DSW hier gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) unternimmt, richtet sich nicht nur an die Jugend des Bezirks, sondern vor allem an junge Minenarbeiter, die hierher gekommen sind, um das “große Geld” zu machen.

“Zuerst haben die anderen gedacht, ich wäre völlig durchgeknallt, als ich mich dem Jugendklub Blue Tanzanite angeschlossen habe”, erzählt Emanuel (24). “Aber ich habe doch gesehen, was hier abgeht. Die Jungs kommen aus den Minen raus mit ihrem Monatslohn und dann machen sie erst einmal Party, geben ihr hart verdientes Geld für Drogen, Alkohol und Frauen aus. Da denkt doch keiner mehr an ein Kondom.” Es hat einige Zeit gedauert, aber nun lassen sich die Kumpels auch von Emanuel und den anderen Jugendberater der dem Jugendzentrum angeschlossenen Jugendklubs beraten zum Thema Verhütung und HIV/Aids. Ich beobachte zwei junge Männer, die durch das Tor zum Jugendzentrum schlendern.

Dann sieht der eine die große Menschenmenge, die sich um die Besucher aus Europa schart, und will wieder gehen. Der andere zerrt ihn weiter in Richtung des Gebäudes, wo die freiwilligen HIV-Tests gemacht werden. Wird er sich heute testen lassen? Über 20 Tests hat die Krankenschwester im Jugendzentrum heute bereits durchgeführt. Stolz zeigt sie uns die Röhrchen mit den Blutproben. Vor und nach dem Test gibt es eine intensive Beratung. Keiner wird hier mit dem Ergebnis allein gelassen. Fällt der Test positiv aus, werden die jungen Männer und Frauen an das Selian Hospital oder eine nahe gelegene Klinik überwiesen. Für eine psychologische Betreuung gibt es neben den Beratern auch noch einen Selbsthilfe-Club für HIV-positive Jugendliche.

Auch hierhin ist uns der Youth Truck gefolgt. Das Jugendmobil macht es möglich, Jugendliche auch in weit abgelegenen, ländlichen Gegenden Tansanias mit Informationen zu Aufklärung und Verhütung zu erreichen. Heute gibt es uns zu Ehren eine kleine Vorführung des Zaire Kati Sanaa Clubs. Der fantastische Chor des Clubs mit den roten Poloshirts singt und tanzt. Die Lieder handeln von den Gefahren des HI-Virus, von Aidswaisen und fordern die Zuhörer zum Nach- und Umdenken auf. Der Club wird oft eingeladen, um seine Botschaften singend in immer neue Gemeinschaften und Dörfer zu tragen. Denn in Afrika, so erklärt der DSW-Länderbüroleiter Peter Munene, werden sensible Themen traditionell durch Lieder und Theater thematisiert.

Heute ist der letzte Tag der Reise. Alle reisen wir mit neuen Eindrücken und einem tieferen Verständnis für die drängenden Probleme der Tansanier wieder zurück nach Hause. Allen sind die persönlichen Geschichten der Menschen, die wir getroffen haben, sehr zu Herzen gegangen. Es hat Tränen gegeben, viele Erklärungsversuche, Diskussionen und auch ungeduldige Wutausbrüche, aus der Hilflosigkeit geboren. Wir haben viele gute Projekte gesehen von Organisationen, die eng mit den Betroffenen zusammen arbeiten, haben mit vielen Menschen gesprochen. Ein Fazit: Die Regierung muss mehr tun, vor allem im Bereich Bildung und Gesundheit. Und hier ist sie auf die Hilfe von außen, aber auch auf die Unterstützung der Zivilgesellschaft angewiesen. Immer wieder wird der Ruf nach mehr Sexualaufklärung in der Schule laut. Und zwar das ganze ABC, bitte schön Mr. Bush, nicht nur Abstinenz (Abstain) und Treue in der Partnerschaft (Be faithful), sondern auch Information über geschützten Sex (Condom) gerade für Jugendliche.

Catherina Hinz

Zwischen Tradition und Moderne

22. Februar 2008, 08:33

Ein großes Plakat am Straßenrand auf der Fahrt von unserem Hotel in Arusha ins nahe gelegene Ngaramtoni verkündet: “Yesu ni jibu la AIDS”, was heißen soll “Jesus ist die Antwort auf Aids”. Später erklärt uns der leitende Oberarzt des Selian Lutheran Hospitals, eines von der evangelisch-lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) getragenen Krankenhauses, was dahinter steckt: “Die Jugendlichen in unserer Gemeinde wollen wir vor allem durch die Vermittlung christlicher Werte und life skills vor einer Ansteckung mit HIV schützen.” Das bedeutet, dass den 10-bis 14-jährigen jungen Christen im Konfirmanden-Unterricht vor allem eine Botschaft nahe gebracht wird: Kein Sex vor der Ehe. Aber ihnen wird auch beigebracht, wie sie ein Kondom benutzen, denn schließlich heiraten sie ja irgendwann auch einmal.

Auch gibt es da noch die Jugendzentren, die sich an Jugendliche außerhalb der Schule richten und die ELCT mit Unterstützung der DSW betreibt. Hier wird selbstverständlich über geschützten Sex gesprochen und Kondome gibt es auch, auch wenn die Kirche sich als Institution nicht offen dazu bekennt. Es scheint wirklich schwierig zu sein, eine Antwort auf Aids zu finden auf dem Weg zwischen Tradition und Moderne. Man merkt es dem Leitungsteam an, als sie unseren vielen Fragen Rede und Antwort stehen.

Trotz aller inneren Widersprüche ist das Krankenhaus bereits seit 1986 mit seinem Aids- Kontrollprogramm in der Region Arusha aktiv im Kampf gegen die Seuche. Es werden HIV-Tests angeboten, antiretrovirale Medikamente ausgegeben. Es gibt eine Ernährungsberatung und auch –versorgung für Aids-Kranke. Schwangeren werden Medikamente angeboten, die eine Übertragung des Virus von der Mutter auf das Baby verhindern, falls die Mutter HIV-positiv ist. Rukia (35) hat einen Test machen lassen, als sie mit ihrem fünften Kind schwanger war. Ihr Mann war schon seit geraumer Zeit ständig krank. Der Test fiel positiv aus.

Sie unternahm alles, um das Kind zu retten: nahm die Medikamente, ließ einen Kaiserschnitt machen, hat nur 3 Monate gestillt. Dann gab sie Sharlyne mit 6 Monaten zur Adoption frei. Sie hatte ja schon 4 Kinder zu versorgen. Ihr Mann starb bald darauf an Aids. Sie selbst bekam noch Hautkrebs dazu, die erste Chemotherapie hat ihr das Selian Hospital bezahlt, woher sie das Geld für die zweite nehmen soll weiß sie noch nicht. Neben ihrem Job als Gemüseverkäuferin arbeitet sie jetzt zwei Tage in der Woche als Aids-Beraterin im Krankenhaus: “Ich muss andere davon überzeugen, dass es sich lohnt einen Test zu machen und die Medikamente zu nehmen. Man kann mit Aids weiterleben, ich bin der beste Beweis”, sagt sie und lächelt dabei. “Viele Leute denken, dass man fett wird durch die Medikamente, aber das ist nicht wahr.”

Gegen solche und ähnliche Mythen und Gerüchte haben die Organisationen, die sich im Kampf gegen Aids einsetzen, auch in der Präventionsarbeit zu kämpfen. Als wir nachmittags in das Dorf Kikatiti weiterfahren, treffen wir dort Jugendliche, die von der tansanischen Familienplanungsorganisation zu Jugendberatern ausgebildet werden. John ist 21, sieht cool aus mit seinem gelben Poloshirt, in dessen oberen Knopf ein Kugelschreiber steckt. Er hat früher immer geglaubt, dass man von Sex abhängig wird, wenn man erst einmal anfängt. Das haben ihm seine Brüder erzählt.

Heute klärt er andere Jugendliche auf und erklärt ihnen, wie man sich schützen kann. Er selbst hat eine Freundin, aber geküsst haben sie sich noch nie und mit dem Sex wollen sie auch noch warten bis zur Ehe aus Angst vor Aids. Wo bleibt da die Liebe, denken wir erschrocken, oder ist das zu europäisch gedacht?

Als wir weiterfahren in ein nahe gelegenes Dorf, treffen wir auf den Youth Truck, das Jugendmobil der DSW, der gerade bei einem Jugendklub Station macht. Es wird ein Film gezeigt, die Geschichte von Joyce und KC. Die Geschichte einer Verführung, die mit einer Ansteckung endet, weil im entscheidenden Moment nicht über ungeschützten Sex gesprochen wurde. Es entspinnt sich eine rege Diskussion mit den Jugendlichen: Wie hätte ich mich verhalten? Was ist falsch, was richtig? Wo besteht Gefahr? Die Antwort, die sehr lautstark im Raum dominiert, ist: Stoppt ungeschützten Sex und nicht Abstinenz bis zur Ehe. Das geht an der Realität dieser jungen Männer und Frauen vorbei.

Catherina Hinz

Gute Gesundheit, gute Familie

21. Februar 2008, 09:00

Im Vorraum der Klinik in Mwenge ist an diesem Vormittag großer Betrieb. Ein Vater ist mit seinem Kind zum Impfen gekommen, einige Frauen wollen sich vom Gynäkologen untersuchen lassen, andere kommen mit Verdacht auf Malaria, einige Wartende wollen einen Aids-Test machen lassen. Familienplanung und einen Test auf HIV gibt es hier umsonst, für andere Untersuchungen muss man einen kleinen Betrag zahlen, so etwa 5 Euro für einen Besuch beim Frauenarzt. “Gute Gesundheit, gute Familie” so wirbt die Organisation Marie Stopes Tanzania (MST), die die Klinik hier in dem Stadtteil von Dar es Salaam betreibt, für ihre Dienste. Eine Krankenschwester erzählt uns, dass sie hier 5.000 Tests pro Monat durchführen, davon 2.000 Tests allein, um eine Malaria festzustellen; 250 sind HIV-Test. MST bietet aber auch HIV-Test am Rande von großen öffentlichen Veranstaltungen überall in der Stadt an, im Zelt unter freiem Himmel. Viele Menschen in Tansania bevorzugen das, denn es ist anonymer als in einer Klinik.

MST springt ein, wo das staatliche Gesundheitssystem versagt und bietet ergänzende Gesundheitsdienste im Bereich reproduktive Gesundheit an. Das ganze Land kann so nicht abgedeckt werden, aber immerhin bietet MST seine Dienste in 46 der 136 Distrikte Tansanias an. 25 Prozent der ländlichen Bevölkerung leben immer noch weiter als 6 Kilometer entfernt von einer Gesundheitsstation. Aber auch für den Rest der Tansanier, die es “nur” 6 Kilometer weit zum nächsten Arzt haben, kann diese Distanz ein Hindernis sein, wenn man zu krank ist, den weiten Weg zu laufen, oder zu arm, um sich eine Busfahrkarte zu kaufen. Die Regierung hat das Problem erkannt und will gegensteuern, aber wie das gelingen soll angesichts des rapiden Bevölkerungswachstums, ist unklar. “Hier tickt eine Zeitbombe”, so sorgt sich Johnbosco Basso, Mitarbeiter von MST.

Auch die Versorgung mit Verhütungsmitteln wird dem wachsenden Bedarf bei weitem nicht gerecht. Auch hier wollen wir mehr wissen und fahren in ein Lagerhaus der Organisation Population Services International (PSI), die im ganzen Land Kondome und andere Verhütungsmittel zu ermäßigten Preisen vertreibt, social marketing nennt man das. Das gelingt nur, weil die Kontrazeptiva aus dem Ausland gespendet werden, in diesem Fall von der Clinton Foundation. Die große Lagerhalle, wo die Kondome lagern, verpackt und dann im ganzen Land verteilt werden, liegt im Industriegebiet von Dar es Salaam an der Straße zum Flughafen. Junge Frauen und Männer sitzen hier in der stickigen Halle bei guter Musik von 7:30 bis 16:00 Uhr und falten Schachteln, bestücken sie mit Pillen und Kondomen, ordnen sie in Kartons und stapeln diese im Lager. Auf diese Weise wurden hier in den letzten 3 Monaten 40 Millionen Kondome eingetütet für den Versand an Großhändler, die ihre Ware an Drogerien und Apotheken oder Kioske weitergeben, wo sie schließlich für 100 bis 200 Schillinge (2 bis 4 Cent) für 3 Stück zu haben sind.

Auf dem Weg zum Flughafen, denn wir verlassen heute Dar es Salaam und fliegen nach Arusha im Norden Tansanias, begutachten wir die Verhüterli, die wir als Andenken (!?!) bekommen haben. Es gibt Kondome für jeden Geschmack: normal, mit Noppen und mit Erdbeergeschmack – und auch solche für Ehepaare, ganz nach dem Motto “gute Gesundheit, gute Familie”. Wir amüsieren uns darüber, kennen aber den tragischen Hintergrund: Aids ist unter anderem deswegen zu einer Frauenkrankheit geworden, weil verheiratete Frauen, auch wenn sie selbst treu sind, sich bei ihren Ehemännern anstecken…

Catherina Hinz

Geduld und Empowerment

20. Februar 2008, 08:14

In Afrika braucht man eine Sache ganz besonders: Geduld. Wir sitzen in der Hotellobby, fertig zum Aufbruch zu unserem 2. Projektbesuch während dieser Reise, doch leider ist weit und breit unser Bus nicht zu sehen. Durch die Abreise von Präsident Bush ist anscheinend der gesamte Verkehr im Zentrum lahm gelegt. Nach 1 1/2 Stunden Verspätung kann es dann endlich losgehen.

Auch die Fahrt erfordert Geduld, denn wir sind 3 1/2 Stunden unterwegs; die schöne Landschaft der Region Morogoro (Wälder, Sisalfelder, Grün so weit das Auge reicht und Berge in der Ferne), durch die unsere Reise führt, entschädigt für das Sitzen im Bus jedoch erheblich.

Unser Ziel ist die Organisation MOREFU (Morogoro Rural Women Revolving Loan Fund). Frauen im Alter von 14 bis 49 Jahren erhalten von MOREFU Kleinstkredite, um z. B. einen kleinen Laden aufbauen zu können. Die Frauen ermöglichen sich somit ein Stück Selbstständigkeit und Einkommen für das Notwendigste. Doch die Sorge für Familie und Haushalt ist nicht die einzige Bürde, die die Frauen und Mädchen in dieser ärmlichen ländlichen Region tragen müssen. Ungewollte Schwangerschaften und HIV/Aids sind hier ein großes Problem, so dass MOREFU sexuelle und reproduktive Gesundheit in seine Arbeit integriert hat. Beraterinnen und Berater klären die Frauen und auch Männer auf, verteilen Kondome und diskutieren mit den Betroffenen über Tabus und Tradition.

Selbstständigkeit, Empowerment von Frauen und Sexualität - auch bei diesen Themen braucht man in Afrika sehr viel Geduld. Das merken wir während unseres Gespräches mit Edith Kwigizile von MOREFU. Es ist nicht einfach, über diese Themen zu sprechen, es gibt viele Traditionen und Tabuthemen, die Aufklärung über Familienplanung und Sexualität und ein Umdenken in diesen Dingen erschweren. Hierzu gehört die Genitalverstümmelung, genauso wie die Ansicht, dass der Mann bestimmt, wo es lang geht. Aus diesem Grund sucht MOREFU den Kontakt zu den Männern, um diese in den Prozess einzubinden und ihnen u. a. klar zu machen, dass man nicht unbedingt 6 Kinder braucht, um Anerkennung in der Gemeinschaft zu gewinnen.

In dem Dorf Msumbe lernen wir Christina Fabian Bank kennen. Sie ist 47 und hat vier Kinder, zwei davon sind Sesiria (14) und Catherina (7). Dank des Kredits hat sie einen kleinen Laden aufgemacht, in dem sie Stoffe verkauft. Ihr Bruder hat einen kleinen Kaufladen nebenan. Mit dem Profit, den ihr Laden abwirft, kann sie sich heute die medizinische Versorgung sowie die Schulgebühren für ihre Kinder leisten - und auch den Kredit abbezahlen.

Christina redet mit ihrer Tochter Sesiria über Sexualität, denn sie hat durch das Projekt gelernt, dass das ganz natürlich ist. Sie will nicht, dass ihre Tochter ungewollt schwanger wird oder sich mit HIV/Aids infiziert. Viele Mütter in Afrika vermeiden das Gespräch mit ihren Kindern über Sexualität, da sie Angst haben, sie damit erst auf dumme Gedanken zu bringen. Es erfordert sehr viel Geduld, diese und weitere Denkweisen zu verstehen. Aber es tut gut zu sehen, dass ein Umdenken möglich ist - wenn auch in kleinen Schritten.

Maike Schliebs

Bild unten v.l.n.r.: Catherina (7), Christina (47) und Sesiria (14).