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Aids in China auf dem Vormarsch

Hannover, 26. Februar 2009


ChinesinWährend Aktivisten bereits seit längerem auf die wachsende Aids-Gefahr im Land aufmerksam machen, hat die Regierung bislang nur wenig unternommen.

Aids ist in China ein größeres Gesundheitsproblem als bislang von Regierungsseite angenommen. Das zeigen die jüngst vom Gesundheits- ministerium veröffentlichten Aids-Zahlen des vergangenen Jahres. Demnach sind allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 fast 7.000 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben – so viele wie nie zuvor. Auch die Zahl der HIV-Infektionen ist deutlich gestiegen und hat sich im Vergleich zu 2005 fast verdoppelt.

Die Ausweitung der Aids-Epidemie in China könnte Medienberichten zufolge in den massiven sozio-ökonomischen Veränderungen im Land begründet sein. Millionen Männer haben ihre Gemeinden verlassen, um sich in den Städten auf der Suche nach Arbeit niederzulassen. Weit entfernt von ihren Familien, haben diese Wanderarbeiter mehr sexuelle Kontakte, wodurch das Risiko einer HIV-Infektion steigt. Auch die Prostitution habe in China zugenommen und vorehelicher Sex sei heute eher gesellschaftlich akzeptiert.  

Bereits seit Jahren versuchen Aktivisten auf die wachsende Gefahr von Aids im Land aufmerksam zu machen. Doch ihre Anstrengungen wurden von der Regierung meist strikt unterbunden. Erst seit kurzem scheinen sich die Staatsoberen einer Anti-Aids-Politik gegenüber zu öffnen. So hat die Regierung Aufklärungskampagnen gestartet und die kostenlose Behandlung von mittellosen HIV-Infizierten versprochen.

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