Sexuelle und Reproduktive Gesundheit
Jedes Jahr sterben mehr als 350.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt – 99 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern (mehr >). Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar. Deshalb setzt sich die Stiftung Weltbevölkerung in ihren Entwicklungsprogrammen und ihrer politischen Arbeit dafür ein, dass Frauen in Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu Diensten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit erhalten.
Eine wichtige Grundlage unserer Arbeit stellt dabei das Aktionsprogramm der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz von 1994 dar. Auf den Prinzipien, die in Kairo unter dem Stichwort Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) verabschiedet wurden, beruht unsere Arbeit. In den vergangenen Jahren wurde die Bedeutung von SRGR auf internationaler Ebene immer wieder bekräftigt: So hat im Jahr 2009 der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen die Müttersterblichkeit als zentrales Menschenrechtsproblem anerkannt. Im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) haben sich die Staaten der Welt darauf geeinigt, bis 2015 die Müttersterblichkeit um drei Viertel zu senken und universellen Zugang zu Maßnahmen der reproduktiven Gesundheit sicherzustellen (MDG 5). Heute ist das MDG 5 allerdings das Ziel, bei dem bisher die geringsten Fortschritte zu verzeichnen sind.
Die Müttersterblichkeit hat sich in den vergangenen 20 Jahren weltweit fast halbiert: Zwischen 1990 und 2010 sank die Zahl der Frauen, die infolge von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt starben, von jährlich 543.000 auf 287.000. 99 Prozent der Todesfälle ereignen sich in Entwicklungsländern
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Ende April fand in New York die 45. Sitzung der UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung statt. Schwerpunktmäßig ging es um die Stärkung Jugendlicher. Wir waren als Mitglied der Deutschen Delegation vor Ort und sind mit dem Ergebnis (Abschlussdokument auf nächster Seite) sehr zufrieden. So wurde die sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) junger Menschen betont und auf die spezifische Situation von Mädchen und Frauen eingegangen.
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Frauen und Kinder in Entwicklungsländern sind überproportional von Krankheit und Tod betroffen. Eine kaum diskutierte und verhinderbare Todesursache ist der Gebärmutterhalskrebs. Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends möchten wir am 24. Mai mit Entscheidungsträgern der Politik, Vertretern der Zivilgesellschaft und entwicklungspolitisch Interessierten diskutieren, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Frauen- und Kindergesundheit besonders effektiv, wirksam und nachhaltig sind.
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Direkte finanzielle Zuwendungen verringern das Risiko von Mädchen und jungen Frauen in Entwicklungsländern, sich mit HIV zu infizieren. Das geht aus einer Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler hervor, die jüngst in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Mehr zu diesem und weiteren Themen in den aktuellen DSW [news]
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Mithilfe des Euroleverage-Projektes konnten in den vergangenen beiden Jahren zusätzliche europäische Investitionen in Höhe von 435 Millionen US-Dollar für reproduktive Gesundheit und Familienplanung in Entwicklungsländern genertiert werden. Bei einem Planungstreffen trafen sich nun die Partner aus Ost- und Westafrika im tansanischen Arusha, um bisherige Erfolge zu bilanzieren und zukünftige Aktivitäten zu koordinieren
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