Weltbevölkerung zum Jahreswechsel 2008/2009
Neuer Höchststand erreicht: 6.751.643.600 Menschen leben auf der Erde
Hannover, 23. Dezember 2008. Zum Jahreswechsel 2008/2009 werden voraussichtlich 6.751.643.600 Menschen auf der Erde leben. Das sind fast 82 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Und auch im neuen Jahr wird die Weltbevölkerung voraussichtlich erneut um die Einwohnerzahl Deutschlands wachsen – fast ausschließlich in Entwicklungsländern. Diese Zahlen gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahresende 2008 bekannt.
Besonders rasant wächst die Bevölkerung in den ärmsten Ländern der Welt, wo Millionen Frauen keinen Zugang zu Aufklärung und Verhütung haben und oft ungewollt schwanger werden. Das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern erhöht den Druck auf die Ressourcen und belastet Bildungs- und Gesundheitssysteme zusätzlich. Schon heute sind hier die Lebensbedingungen prekär. Während die Lebenserwartung für ein Neugeborenes in Deutschland 79 Jahre beträgt, sind es in Afrika nur 54 Jahre. Auf dem "Schwarzen Kontinent" sterben 82 von 1.000 Säuglingen (in Deutschland 4 von 1.000) und eine von 26 Frauen stirbt bei der Geburt (in Deutschland eine von 19.200). In Afrika ist heute jeder Vierte unterernährt, und jeder Dritte hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Durch Familienplanung Armut bekämpfen"Wenn wir die Armut an ihrer Wurzel bekämpfen wollen, müssen wir Frauen helfen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Deshalb müssen Investitionen in Aufklärung und Verhütung dringend erhöht werden", fordert Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. "Die Bundesregierung ist hier zwar auf gutem Weg, doch angesichts der weltweiten Finanzkrise darf die Bundesregierung nicht in ihren Bemühungen nachlassen, genügend Mittel für Familienplanung in Entwicklungsländern bereitzustellen."
Auf der Weltbevölkerungsuhr können Sie beobachten, wie schnell die Menschheit wächst.