Mobile Testkliniken in Kenia
Gerade in den ländlichen Regionen Afrikas gibt es kaum Gesundheitsstationen, wo sich Jugendliche auf eine HIV-Infektion hin freiwillig testen lassen können. Deshalb hat die DSW drei mobile Testkliniken – die so genannten
VCT-Trucks (Voluntary Counseling and Testing) – auf den Weg geschickt. Sie bieten jungen Menschen in abgelegenen Gegenden der Regionen Coastal, Western/Nyanza und Nairobi/Central die Möglichkeit, einen freiwilligen HIV-Test zu machen und eine umfassende Beratung rund um das Thema Aids, Verhütung und Sexualität zu erhalten. Das kann Leben retten. Denn Studien zufolge kann ein HIV-Test bis zu 1.000 Neuansteckungen verhindern.
Die mobilen Testkliniken sind mit einem kleinen Labor, einem Beratungsbereich sowie zusätzlichen Zelten für die Aufklärungsarbeit ausgestattet. Auch wer bereits an Aids erkrankt ist, erhält Hilfe. Geschulte DSW-Mitarbeiter bieten den Jugendlichen Pflege an und informieren sie darüber, wo sie sich zukünftig behandeln und beraten lassen können.
Einer der getesteten Jugendlichen ist Julius (17): „Ich wurde positiv getestet“, erklärt er. „Aber die Berater haben mir auch gesagt, dass ich mit etwas Glück und den richtigen Medikamenten noch zehn Jahre oder sogar noch länger leben kann. Das hat mir über den ersten Schock hinweggeholfen. Und wenigstens stecke ich jetzt niemanden mehr an.“