• Bevölkerungsprojektionen bis 2100

    Für die mittlere Variante gehen die UN davon aus, dass die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau von heute 2,5 Kindern weltweit bis zum Jahr 2100 auf zwei Kinder pro Frau sinken wird. Die Weltbevölkerung würde demnach bis zum Ende des Jahrhunderts auf 11,2 Milliarden Menschen anwachsen. Wenn die durchschnittliche Kinderzahl um ein halbes Kind pro Frau höher läge, würde die Weltbevölkerung bis 2100 auf 16,6 Milliarden Menschen anwachsen (hohe Variante). Bei einem halben Kind weniger würden im Jahr 2100 nur noch 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde leben (niedrige Variante).

  • Regionale Verteilung

    Auch in Zukunft wird Asien die bevölkerungsreichste Region der Erde sein. Allerdings wird der asiatische Anteil an der Weltbevölkerung zurückgehen: Lebt heute noch deutlich mehr als die Hälfte der Menschheit in Asien, werden es im Jahr 2100 voraussichtlich nur noch 43 Prozent sein. Die stärksten Wachstumsraten verzeichnet Afrika. Bis 2100 wird sich die Bevölkerung auf dem Kontinent von heute 1,1 Milliarden Menschen auf 4,2 Milliarden Menschen wohl fast vervierfachen. 

  • Urbanisierung und die größten Städte der Welt

    Immer mehr Menschen zieht es weltweit in die Städte. Ist heute bereits gut jeder zweite Erdenbürger ein Stadtbewohner, werden es 2050 bereits mehr als zwei Drittel sein. Besonders stark nimmt die Urbanisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu.

    Besserer Zugang zu Dienstleistungen möglich

    Die Verstädterung eröffnet den armen Ländern zugleich Entwicklungschancen und eine Verbesserung der Lebenssituation, sofern eine geplante Stadtentwicklung erfolgt. Beispielsweise können Städte den Menschen Arbeitsplätze und einen besseren Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen wie medizinischer Versorgung und Schulen bieten. In den Metropolen lassen sich solche Angebote mit niedrigeren Pro-Kopf-Kosten als auf dem Land bereitstellen. Entscheidend ist, dass die Städte in Entwicklungsländern nicht ungeplant wachsen: Gezielte Investitionen in Infrastruktur, Gesundheitseinrichtungen und Schulen sind notwendig. 
    Im Gegensatz zu Entwicklungsländern nimmt in Industrieländern, wo bereits heute 78 Prozent der Menschen in Städten leben, die Urbanisierung wesentlich langsamer zu. Hier werden nach Angaben der Vereinten Nationen in vier Jahrzehnten 85 Prozent der Menschen in Städten leben.

  • Stadt- und Landbevölkerung, 1950 - 2050

    Im Jahr 1950 lebten noch mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Menschen in ländlichen und weniger als ein Drittel (30 Prozent) in städtischen Gebieten. 2007 überstieg der Anteil der Stadtbewohner erstmals den der Landbewohner. Heute leben etwa 54 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten. Die Urbanisierung wird voraussichtlich anhalten, so dass im Jahr 2050 nur noch rund ein Drittel der Menschheit (34 Prozent) in ländlichen und zwei Drittel (66 Prozent) in städtischen Gebieten leben werden.

    Quelle: Vereinte Nationen, World Urbanization Prospects: The 2014 Revision.

  • Afrika am jüngsten

    Nie zuvor haben mehr junge Menschen auf der Welt gelebt als heute. Ein Viertel der Weltbevölkerung (26 Prozent) ist unter 15 Jahren. Afrika ist der jüngste Kontinent: Hier sind 41 Prozent der Bevölkerung in dieser Altersgruppe. Die große Jugendgeneration ist Herausforderung und Chance zugleich.

  • Betreute Geburten und Müttersterblichkeit

    Jedes Jahr sterben mehr als 287.000 Frauen – 800 jeden Tag – an den Folgen von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt; 99 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. Die meisten dieser Todesfälle könnten durch medizinische Betreuung verhindert werden. Doch nur etwa zwei Drittel aller Geburten weltweit werden von geschultem Personal betreut.

  • Genitalverstümmelung

    Genitalverstümmelung wird in mindestens 29 Ländern Afrikas und des Mittleren Ostens praktiziert. Etwa 200 Millionen Mädchen und junge Frauen sind von Genitalverstümmelung betroffen.

  • Keine Toleranz für weibliche Genitalverstümmelung

    Genitalverstümmelung wird in mindestens 29 Ländern Afrikas und des Mittleren Ostens praktiziert. Betroffen sind mehr als 125 Millionen Mädchen und Frauen. Drei Millionen Mädchen in Afrika sind jedes Jahr dem Risiko ausgesetzt, Opfer von Genitalverstümmelung zu werden.

  • Verhütungsmethoden weltweit

    Insbesondere gesundheitliche Nebenwirkungen, die einfache Anwendbarkeit und die Präferenz des Partners beeinflussen die Entscheidung einer Frau für oder gegen eine bestimmte Verhütungsmethode. Immer mehr Frauen wollen die Zahl und den Zeitpunkt ihrer Geburten selbst kontrollieren, befürchten jedoch, dass ihr Mann dagegen sein könnte. Deshalb bevorzugen manche Frauen»unsichtbare« Methoden wie die Dreimonatsspritze.

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